Basierend auf den Leitlinien einer digitalen Suffizienz, eines konsequenten Datenschutzes und einer Gemeinwohlorientierung nach dem Motto "kollaborativ statt kapitalistisch" verknüpfen die Autoren die Chancen einer so ausgerichteten Digitalisierung mit Politikvorschlägen aus der Debatte um eine sozial-ökologischen Transformation. Dazu gehören vor allem eine ökologisch-digitale Steuerreform für eine Re-Regionalisierung der Wirtschaft, eine kurze Vollzeit zum Ausgleich für durch Digitalisierung wegfallende Arbeitsplätze und punktuelle Werbeverbote zur Begrenzung einer Konsumausweitung. Flankierend kommen die Unterstützung kooperativer statt kommerzieller Plattformen der Sharing-Ökonomie und der Ausbau der Care-Ökonomie hinzu.
Ökologische Vorteile einer Digitalisierung sehen die Autoren vor allem im Bereich der Steuerung dezentral organisierter Stromnetze aus erneuerbaren Energien, in der Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel als Alternative zum Auto und in kollaborativen digitalen Austauschplattformen. Konzepte wie "Smart Home" oder "Smart City" sehen die Autoren in ihrer Ganzheit kritisch – sowohl aus ökologischen, als auch aus datenschutzrelevanten Gründen, wobei sie punktuell durchaus Vorzüge sehen. Es gilt auch hier: "Nicht so viele smarte Geräte wie möglich, sondern so wenige wie nötig".
Dieser Text ist eine gekürzte Fassung des Attac-Beitrags für "Degrowth in Bewegung(en)" Als Attac Ende der 90er-Jahre gegründet wurde, schien das Dogma der Alternativlosigkeit gesellschaftlicher Verhältnisse festzustehen. Auch viele Menschen, die mit diesen Verhältnissen keineswegs einverstanden waren, konnten sich ihre Überwindung kaum vorstellen. Deshalb war die Botschaft, eine andere Welt s...
Von Nina Treu Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung hat vor kurzem berechnet, dass die Eurokrise Griechenland fast ein Viertel seiner Wirtschaftsleistung gekostet hat. Das ist die größte erfasste Schrumpfung eines Industrielandes in Friedenszeiten. Zynisch könnte man meinen, dass dies ein Beispiel für Degrowth oder Postwachstum in Europa ist. Ist es a...
Der Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum und soll Studien zur Ökologischen Ökonomie fördern. Im Jahr 2012 wurden zwei Postwachstumsdenker ausgezeichnet. Für die Ausschreibung 2014 lautet die übergeordnete Themenstellung: „Wirtschaft ohne Wachstum“ Von Interesse sind wissenschaftliche Beiträge, die sich den Wachstumsursachen und -zwängen moderner Ökonomien, der (Un-)Vereinbarkeit wirtschaftlichen Wachstums mit [...]