Blog

Willkommen auf unserem Blog, der die verschiedensten Aspekte und Diskurse rund um unsere Degrowth-Projekte und Konferenzen beleuchtet. So zum Beispiel die Sommerschule zu Klimagerechtigkeit oder die Leipziger Degrowth-Konferenz. Über die verschiedenen Facetten von Degrowth und die wachsende Degrowth-Bewegung informieren wir vor allem auf Englisch. Die deutsche wachstumskritische Debatte findet zu einem großen Teil auf dem  “Blog Postwachstum” des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) statt, mit dem wir zusammenarbeiten. Falls Ihr Anmerkungen habt oder zum Blog beitragen möchten, kontaktiert uns bitte unter blog@degrowth.de.

Um unsere vielen englischen Blogartikel für deutsche Leser attraktiver zu machen, publizieren wir seit Juni 2015 alle Artikel, für die es keine deutsche Entsprechung gibt, auch auf dem deutschen Blog.



Sorge ins Zentrum einer Alternative zum Kapitalismus

Von Autor_innenkollektiv Werkstatt Care Revolution

Unter dem Begriff der Care Revolution entstand in den letzten Jahren eine Bewegung, die Sorgetätigkeiten zum Ausgangspunkt für gesellschaftliche Transformation nimmt. Unter Sorge – dieses Wort verwenden wir synonym zu Care – verstehen wir beispielsweise Pflegen, Trösten, Kochen, Betreuung oder Beratung, kurz gesagt all jenes, womit sich Menschen um das Wohlergehen und die persönliche Entwicklung anderer Menschen oder auch der eigenen Person (Selbstsorge) kümmern. Sorge ist von zentraler Bedeutung, denn eine soziale und solidarische Gesellschaft lebt vom Bezug der Menschen aufeinander.weiterlesen

Eine Sache der Bewegung – Degrowth geschlechtergerecht gestalten

Von Anna Holthaus

Soziale Bewegungen sind zentrale Akteure gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Durch ihre Arbeit sind viele der gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte erst möglich geworden. Für soziale Bewegungen ist es jedoch eine Herausforderung, interne Strukturen nach den partizipatorischen, demokratischen, transparenten, gleichberechtigen und inklusiven Anforderungen zu gestalten, die sie selbst an die Gesellschaft haben. weiterlesen

Degrowth and Feminism

Von Corinna Dengler and Birte Strunk

How a feminist degrowth approach can alleviate ecological and gender injustices

Is it possible to reconcile sustainable development, a fair distribution of both paid and unpaid work among genders, and an economic strategy based on growth? In our article “The Monetized Economy versus Care and the Environment? Degrowth Perspectives on Reconciling an Antagonism”, a contribution to the 2018 Feminist Economics Special Issue on „Sustainability, Ecology, and Care“, we argue that the growth paradigm perpetuates existing gender and environmental injustices. We offer ‘degrowth’ as a potential candidate for a Feminist Ecological Economics perspective that could pave the way towards a ‘caring economy’. weiterlesen

Den globalen Süden mitdenken

Von Miriam Lang

Was Migration mit imperialer Lebensweise, Degrowth und neuem Internationalismus zu tun hat

Eine Auseinandersetzung aus kritischer Perspektive mit Fluchtursachen im globalen Süden ist dringend notwendig und darf nicht dem politischen Establishment überlassen werden. Anstatt jedoch ›Entwicklungshilfe‹ als potentielle Lösung zu sehen, sollte das Paradigma der ›Entwicklung‹ grundlegend problematisiert werden. Dagegen bieten der Begriff der imperialen Lebensweise und die darin enthaltene Kritik an hegemonialen Alltagspraxen und Wohlstandsvorstellungen des globalen Nordens Ausgangspunkte für einen neuen Internationalismus, der soziale Absicherung nicht als Standortprivileg, sondern global zu denken vermag. Gegen Wohlstandschauvinismus und Angst vor sozialem Abstieg, die als Argumente gegen MigrantInnen ins Feld geführt werden, schlägt dieser Artikel eine Annäherung an die Postwachstumsbewegung und ökofeministische Strömungen vor, die die hegemonialen Vorstellungen von Lebensqualität hinterfragen. Denn wo ein gutes Leben jenseits von Akkumulation und Konsum möglich ist, können auch die materiellen und kulturellen Lebensgrundlagen der Menschen im globalen Süden respektiert werden.weiterlesen

Dekolonisierung als Fluchtpunkt

Von Olaf Bernau

Nächste Woche, vom 6.-8-Oktober 2017, findet in Leipzig die Konferenz „Selbstbestimmt und Solidarisch“ statt. Diese Konferenz ist an der Schnittstelle von Migration, selbstbestimmter Entwicklung und ökologischer Krise angesiedelt. An dieser Stelle beschreibt Olaf Bernau von Afrique-Europa-Interact, worum es gehen wird.

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46.000 Euro Schulden und andere Glücksfälle

Was ist schwieriger? In kürzester Zeit 46.000 Euro auftreiben oder endlich eine breite Diskussion über die Zukunft des Rheinischen Braunkohlereviers anzetteln? Für den Organisationskreis der Degrowth-Sommerschule waren beide große Herausforderungen… Christopher Laumanns berichtet.weiterlesen

Accelerationism… and degrowth?

Von Aaron Vansintjan

The left’s strange bedfellows

Over a year ago I lived in Barcelona, where I was lucky enough to witness a social movement—in large part fuelled by cooperatives, squats, and other autonomous spaces—win the mayoral elections. I had spent the year being involved with a group that studies and advocates ‘degrowth’—the idea that we must downscale production and consumption to have a more equitable society, and that we therefore must dismantle the ideology of ‘economic growth at all costs.’ As you can imagine, they spend much of their time trying to clear up misconceptions: “no, we’re not against trees growing. Yes, we also would like children to grow. Yes, we also like nice things like healthcare.”weiterlesen

„Wir lassen uns unsere Arbeit nicht kaputt machen“

Interview mit Nina Treu

Wenige Tage vor Beginn der Degrowth-Sommerschule im Rheinland hat die Stiftung für Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen die Förderung eingestellt. Nina Treu vom Konzeptwerk Neue Ökonomie über die Begründung der Stiftung, was das politisch bedeutet und wie es jetzt weitergeht.

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Was hat sich durch MOVE UTOPIA verändert?

Von Andrea Vetter

Eine Auswertung ist ein schwieriges Genre. Bei MOVE UTOPIA, dem fünftägigen Zusammen!Treffen! für eine Welt nach Bedürfnissen und Fähigkeiten, ist es eine Herausforderung: Über 1000 Menschen aus sehr unterschiedlichen Bewegungen trafen sich – manche für mehr als eine Woche, einige nur für einen Tag–, um der Vision einer tauschlogikfreien Gesellschaft nachzuspüren. Schauplatz des Treffens war der alte Militärflugplatz in Lärz (Mecklenburg), der seit 20 Jahren vom Kulturkosmos e.V. für Kunst, Musik- und Theaterfestivals genutzt wird.weiterlesen

Is growth natural or inevitable?

Von Giorgos Kallis

One argument of those who defend growth is that growth is the natural and inevitable course of the economy. Liberated from governmental or other restrictions, and left to their own powers, entrepreneurs will make an economy grow, as they are endlessly inventive in growing their own incomes. Growth is then seen as the natural product of a free, ‘self-regulated market’. weiterlesen

Zur Debatte um G20 – zur Abwechslung mal was Inhaltliches

Von Nina Treu

Was tun, wenn sich die Staats- und Regierungschefs der 20 reichsten Länder der Welt in einer europäischen Großstadt einfinden, um ihre ungerechte Politik in Szene zu setzen? Dieser Frage haben sich zahlreiche linke Organisationen seit letztem Jahr gewidmet. Herausgekommen ist eine bunte Mischung an Protestformen, verteilt über eine Woche. Leider geht die Debatte um den G20-Gipfel aktuell weder um die Inhalte des offiziellen Gipfels noch um die Vorschläge und Forderungen der Gegenseite, sondern um Gewalt. Wir haben im Konzeptwerk lang diskutiert, was wir jetzt kommentieren wollen, weiterlesen

Digitalisierung und Postwachstum

Digitalisierung wird eine wichtige Rolle in ökonomischen und politischen Entwicklungen einnehmen. Aus diesem Grund sollten sich soziale Bewegungen mit dem Thema auseinandersetzen und in die gesellschaftliche Debatte einbringen. Steffen Lange sieht vor allem fünf Bereiche, in denen sich Themen der Degrowth-Bewegung und der Digitalisierungsdebatte überschneiden: weiterlesen

Care Revolution und Degrowth bilden Bündnis

Das Netzwerk Care Revolution veröffentlicht einen lesenswerten Artikel über den Zusammenhang von Degrowth und Care.

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Tiefenökologie – Systemwandel mit Kopf, Herz und Hand

Von Christiane Kliemann

Täglich prasseln bedrohliche Nachrichten auf uns ein. Wie geht es mir persönlich damit und wie können wir als Gesellschaft damit umgehen? Welche Zukunft wünsche ich mir überhaupt für mich, die Welt und auch meine Kinder? Und wie hängt das, was mich in meinem Leben bewegt, zusammen mit dem Großen Ganzen? Wovor habe ich Angst, was macht mich wütend und wie kann ich diese Gefühle als Antrieb und Kraftquelle nutzen? Weiterlesen auf nachhaltig-sein.info

Wachstum vorprogrammiert – Der blinde Fleck der Klimaschutzszenarien

Von Kai Kuhnhenn

Wir alle benutzen täglich Modelle, um unsere Umwelt zu erklären. Ein Beispiel: Ich gehe davon aus – und bin mir dabei ziemlich sicher –, dass ein Baum wächst, wenn er genug Wasser, Nährstoffe und Sonne bekommt. Ich habe dabei ein simples Modell eines Baumes im Kopf, ohne genau zu verstehen, was in dessen Wurzelwerk, Stamm, Blättern und Zellen so alles passiert.

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