Tag des guten Lebens für alle!
– Darum geht es


Was passiert am „Tag des guten Lebens für alle” 2018?

Im Jahr 2018 findet der Tag zum ersten Mal statt, und zwar am Samstag, den 23. Juni. An diesem Tag führen lokale Initiativen in zahlreichen Orten und Städten öffentliche Veranstaltungen und Aktionen durch, um deutlich zu machen: Wir sagen nein zur Alternativlosigkeit!

Wir wollen konkrete Handlungsspielräume und Alternativen zur kapitalistischen Wachstumsgesellschaft aufzeigen, denn ein gutes Leben für alle ist möglich! Von der Diskussionsrunde mit Postwachstums-vertreter*innen, einer Fahrradtour zu Pionier*innen wie der lokalen Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi), einem Besuch beim nächsten Repair Café bis hin zur Protestaktion vor einem Kohlekraftwerk… in welcher Form Wachstumskritik und gelebte Alternativen thematisiert und sichtbar gemacht werden, entscheidet ihr selbst.

Der „Tag des guten Lebens für alle!” findet zugleich auch als „run-up-event” für die internationale Degrowth-Konferenz im August 2018 in Malmö statt.

Im Folgenden könnt Ihr unseren One-Pager mit allen Informationen zum Tag des guten Lebens für alle auch downloaden: Download One-Pager.


Was verstehen wir unter einem Guten Leben für alle!”?

Gutes Leben für alle setzt eine Wirtschaftsweise und Gesellschaftsform voraus, die das Wohlergehen aller Menschen und Mitgeschöpfe zum Ziel hat und die ökologischen Lebensgrundlagen schützt. Dafür ist eine grundlegende Veränderung unserer derzeitigen Lebens und Produktionsweise sowie ein umfassender kultureller Wandel notwendig. Zu den Werten dieser Gesellschaft gehören für uns z.B. Achtsamkeit, Entschleunigung, Solidarität und Kooperation, um ein selbstbestimmtes Leben in Würde für alle zu ermöglichen. Als notwendige weitere Schritte sehen wir u.a. einen schonenden Umgang mit Ressourcen, die Orientierung an Suffizienz und eine Verringerung von Produktion und Konsum im globalen Norden. Außerdem benötigen wir einen Ausbau demokratischer Entscheidungsformen, um echte politische Partizipation zu ermöglichen, sowie den Abbau globaler Herrschafts- und Ausbeutungsstrukturen wie etwa Rassismus, Sexismus und Neokolonialismus, damit tatsächlich alle Menschen am guten Leben teilhaben können. Ein solcher Ansatz wird auch als „Degrowth” oder „Postwachstum” bezeichnet. Siehe hierzu auch Definition von Degrowth.