Programm

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Freitag


Ab 15:00 Uhr     Registrierung

16 Uhr Workshops, Film und Projektbörse

FÄLLT LEIDER AUS WEGEN KRANKHEIT Gegenentwürfe zur Entwicklung: Die Selbstorganisierung und der Kampf indigener Frauen in den nördlichen Anden Südamerikas, Carolina Tamayo Rojas (Alice Salomon Hochschule / ReachOut, Berlin), Lilian Masediba Ngoyi

How is Your Liberation Bound up with Mine? Transnationale und transidentitäre Organisierungen trotz unterschiedlicher AusgangspositionenAktivist_innen von Afrique-Europe-Interact, Foyer Ken Saro-Wiwa 

FÄLLT LEIDER AUS WEGEN VERSPÄTUNG DURCH ORKAN Globale Ungleichheit als Kontext von Migration, Entwicklung und ökologischer Krise – der Fall Äthiopiens, Ermyas Mulugeta (Freiberufler für nachhaltiges Wasser- und Landmanagement, Loewenherz e.V., Netzwerk Migrantenorganisationen Brandenburg – NeMiB e.V.),  Studio Frantz Fanon 

Auswirkungen neoliberaler Handelsabkommen zwischen Afrika und EuropaBoniface Mabanza (Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika, KASA, Heidelberg) &  Franziska Müller (Universität Kassel / kassel postkolonial), Emiliano Zapata 

Film: Der Mann, der die Wüste aufhielt (Burkina Faso 2013, 52 Minuten), Deutsch synchronisiert, Lottas Kaufladen 

Projektbörse

18:00 Uhr Essen

19:00 Uhr     Kritische Perspektiven auf Migration, Entwicklung und ökologische Krise. Auftaktveranstaltung

Boniface Mabanza (Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika, KASA, Heidelberg)
Freweyni Habtemariam (Eritrean Initiative for Dialogue and Cooperation, Berlin)
Saal: May Ayim
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21:30 Uhr     Theater: Fear an the City

Club Al-Hakawati
Saal: May Ayim


Samstag


09:30 – 11:00 Uhr     Vier parallele Podien

Kämpfe von Frauen für selbstbestimmte Entwicklung
Mercia Andrews (Trust for community outreach and education (TCOE), Südafrika)
Dora Sandrine Koungoyo Ndedi (Aktivistin bei Corasol und Gründerin des Magazins „Stimme“, Berlin)
Nyima Jadama (Journalistin, Freiburg)
Ort: Saal May Ayim
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Soziale Bewegungen in Afrika, ökologische Krise und Alternativen zu Entwicklung
Victor Nzuzi (Bauer und Aktivist, Afrique-Europe-Interact/La Via Campesina, DR Kongo)
Emmanuel Mbolela (Afrique-Europe-Interact)
Ort: Lilian Masediba Ngoyi

Leben auf Kosten anderer: Kapitalismus, (Neo-)Kolonialismus und die Ausbeutung von Mensch und Natur
Ulrich Brand (Universität Wien, Österreich)
Lucía Muriel (Gründungsmitglied und Vorsitzende des migrantischen Bundesverbandes Migration, Entwicklung und Partizipation MEPa e.V., Berlin),
Ort: Foyer Ken Saro-Wiwa
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Zur Aktualität anti-kolonialer (Entwicklungs-)Konzepte
Hamado Dipama (Arbeitskreis Panafrikanismus, München)
Ekanga Ekanga Claude Wilfried (Buchautor, Frankfurt)
Ort: Mekatilili wa Menza

11:30-13:30 Uhr   Workshop-Phase 1

Stress als Grundzustand: Geflüchtete zwischen Isolation, Rassismus und Abschiebeangst, Mit Inputs u.a. von Geraud Potago & Darik Yonkeu (NoStress-Tour und Afrique-Europe-Interact), Saal May Ayim

Ressourcen-Ausbeutung und korrupte Staatlichkeit. Kongo und Niger als exemplarische Fälle, Emmanuel Mbolela & Ousman Oumarou Hamani (beide Afrique-Europe-Interact), Foyer Ken Saro-Wiwa 

Zirkuläre Migration (als Entwicklungsstrategie) statt Abschiebung oder „freiwilliger“ Ausreise, Alassane Dicko (Afrique-Europe-Interact, Mali) & Stephan Dünnwald (Bayerischer Flüchtlingsrat, München), Salon Lilian Masediba Ngoyi

Ökozid im Nigerdelta: Flucht und Migration als Folge westlicher RohstoffpolitikPeter Donatus (freier Journalist, Umwelt- und Menschenrechtsaktivist, Köln), Mekatilili wa Menza

50 Jahre Eyadéma-Familiendiktatur ist genug! Zu den aktuellen Massenprotesten in Togo, Mit Inputs von mehreren (togolesischen) Aktivist_innen, u.a. von Afrique-Europe-InteractStudio Frantz Fanon

Dekolonialisierung des Wissens und für eine Epistemologie des SüdensMiguel Angel Ruiz Martínz (Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen) & Conrad Schmidt-Bens (Netzwerk Studieren & Transformieren), Loge Thomas Sankara

Reparationen für koloniale Verbrechen und ökologische Zerstörung – Erfahrungen aus Tansania, Fulgence Kisalya (Vereinigung der Tansanier in Berlin und Brandenburg, Berlin), Emiliano Zapata

Film: God is not working on Sunday, Eh! (Ruanda 2015, 84 Minuten) Französisch/Kinyarwanda mit deutschen (englischen) Untertiteln, Lottas Kaufladen

13.30-14.30: Mittagessen

14.30 – 16.30: Workshop-Phase 2

Okzidentalisierung und Entwicklung: Was sind die Herausforderungen für Afrika? Dora Sandrine Ndedi (Aktivistin bei Corasol und Gründerin des Magazins „Stimme“, Berlin), Péguy Takou (Afrique-Europe-Interact) & Ekanga Ekanga Claude Wilfried (Autor/Universität Frankfurt), Saal May Ayim

Auf der Flucht vor dem Klima – klimabedingte Migration und Flucht im internationalen Kontext, Sophia Wirsching (Brot für die Welt) & Oscar Choque (Fachpromotor für Rohstoffmärkte, Entwicklungen und Migrationsbewegungen-Sachsen), Foyer Ken Saro-Wiwa

Wie Migrant_innen durch Geldüberweisungen und anderes zur selbstbestimmten Entwicklung von unten beitragen, Inputs von unterschiedlichen Aktivist_innen von Afrique-Europe-Interact, Salon Lilian Masediba Ngoyi

Agrarindustrie contra kleinbäuerliche LandwirtschaftVictor Nzuzi (Via Campesina Kongo) & Julianna Fehlinger (Via Campesina Österreich), Mekatilili wa Menza

Verwicklung anerkennen – Entwicklung zurückweisen – Abwicklung organisieren, Daniel Bendix (glokal und Universität Jena, Berlin) & Aram Ziai (Universität Kassel und kassel postkolonial), Studio Frantz Fanon

The Global Compact on Migration as a colonial rule on human mobility, Claudio Feliziani (Filmmaker, Berlin), Loge Thomas Sankara

Vom Leben auf Kosten anderer zu globaler Solidarität: Wachstumskritik, Degrowth und alternative Wirtschaftsweisen im globalen Norden, Miriam Lang (Universidad Andina Simón Bolívar, Quito), Nina Treu (Konzeptwerk Neue Ökonomie, Leipzig) & Matthias Schmelzer (Konzeptwerk Neue Ökonomie, Leipzig), Emiliano Zapata

Fluchtursachen, Fluchterfahrung und Bestandsaufnahme des Lebens von Eritreer*innen in Deutschland, Freweyni Habtemariam (Eritrean Initiative for Dialogue and Cooperation e.V.), In TigrignaCasablanca

Film: Revolution mit bloßen Händen (Ouagadougou/Wien 2016, 71 Minuten) Dokumentation von Moussa Ouédraogo & Hans-Georg Eberl, Französisch/Morée mit deutschen Untertiteln, Lottas Kaufladen

16.30 – 17.00: Pause

17.00 – 19.00: Workshop-Phase 3

Ökologische Landwirtschaft und Bewegungsfreiheit: Das Künstler*innendorf Faso Kele in Guinea, Julia Friese-Konaté (Faso Kele) & Julia Daiber (Afrique-Europe-Interact), Saal May Ayim

Bittere Trauben. Arbeitskämpfe im südafrikanischen WeinbauMercia Andrews (Direktorin von TCOE, Trust for Community Outreach and Education, Kapstadt) & Karel Swartund Deneco Dube (Mitglieder und Aktivist_in von CSAAWU), Foyer Ken Saro-Wiwa 

Bleiben oder Gehen? Chancen und Risiken von Infokampagnen unter jungen Leuten in afrikanischen Ländern, Diory Traoré, Abbas Diallo & Conni Gunßer (alle Afrique-Europe-Interact), Salon Lilian Masediba Ngoyi

Die Stimme erheben – Selbstorganisierte Zeitschriften von und für geflüchtete und migrantische Frauen,  Sandrine Dora Ndedi & Dunia Dunaev (beide “Stimmen Magazin”, Berlin), Mekatilili wa Menza

Gemeinsame Kämpfe und gemeinsame Strategien von Schwarzen/People of Color und Geflüchteten – und ihre Hindernisse, Adam Bahar (Aktivist der Geflüchtetenbewegung, Berlin) & Tahir Della (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, Berlin), Studio Frantz Fanon

Transnationale Verbindungen: Voix des Migrants in Europa und Kamerun, Fatou Katoufe & Trésor (Voix des Migrants, Lille), Loge Thomas Sankara

Alternativen zum westlichen Entwicklungsmodell in der zapatistischen Bewegung, Gustavo Esteva (Menschenrechtler, Begleiter und Berater der Zapatisten, Mexiko Stadt), Miguel Angel Ruiz Martinez (Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen, Leipzig) & Miriam Trzeciak (Uni Cottbus), Emiliano Zapata

Film: Kamerun – Autopsie einer Unabhängigkeit (Frankreich 2008, 52 Minuten), Dokumentation von Valérie Osouf & Gaëlle Le Roy, 53 Minuten. Französisch mit deutschen oder englischen Untertiteln, Lottas Kaufladen

19:00 Uhr   Abendessen

20:00 – 20:30 Uhr     Theater „Eldorado – Europa“

Riadh Ben Ammar (Afrique-Europe-Interact/Theater für Bewegungsfreiheit)

20:30 Uhr: – 22:00 Uhr     Podiumsdiskussion: Kriminalisierung der Migration und Marshallplan mit Afrika – ein Gegensatz oder die beiden Seiten derselben Medaille?

Alassane Dicko (Afrique-Europe-Interact, Mali)
Rex Osa (Flüchtlingsaktivist, Stuttgart)
Napuli Paul Langa (Aktivistin, Berlin)

Ab 22:00 Uhr     Party, Konzert, Tanzen, Film

Film: Concerning Violence (Regie: Göran Hugo Olsson, Schweden/USA/Dänemark 2014, 85 Minuten)


 Sonntag


Vom Reden und Analysieren zur praktischen Solidarität

10:00 – 11:30 Uhr: Worldcafé (Diskussion in Kleingruppen)

11:30 – 12:00 Uhr: Kurze Beobachtungen zur Konfernez u.a. von Victor Nzuzi & Diory Traoré

12:00 – 13:30 Uhr: Gemeinsame Abschlussdebatte

 


Ausstellungen


Im Begrüßungs- und Aufenthaltsbereich der Konferenz wird es mehrere kleine Ausstellungen geben:

Die afrikanische Revolution. Burkina Faso 2014

Im Oktober 2014 gingen große Teile der Bevölkerung Burkina Fasos auf die Straße und zwangen den autokratischen Präsidenten Blaise Compaoré abzutreten. Die aufständische Bevölkerung übernahm tagelang die Kontrolle auf den Straßen der Städte. Sie stürzte eine Regierung, die jahrzehntelang einer der Stützpfeiler neokolonialer Machtinteressen in Afrika war und dafür durch Frankreich und andere europäische Mächte am Leben erhalten wurde. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Hippolyte Sama, Issa Nikiéma, Harouna Marané, Nomwindé Vivien Sawadogo u.a., die seit 2013 die Oppositionsbewegung und den Aufstand dokumentiert haben. Die Ausstellung wurde erstellt von Dr. Peter Stepan.

Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, um die Welt vom deutschen und italienischen Faschismus sowie vom japanischen Großmachtwahn zu befreien. Sowohl die faschistischen Achsenmächte als auch die Alliierten rekrutierten in ihren Kolonien Hilfstruppen und Hilfsarbeiter_innen oftmals mit Gewalt. Weite Teile der Dritten Welt dienten auch als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet und vermint zurück. Doch so gravierend die Folgen des Zweiten Weltkriegs in der Dritten Welt auch waren, in der hiesigen Geschichtsschreibung kommen sie nicht vor.

Mit Frauenpower in die Unabhängigkeit

Seit über 20 Jahren setzt sich das unabhängige Frauenzentrum Xochilt Acalt in Nicaragua gegen die Diskriminierung und Unterdrückung von Frauen ein, um so einen gesellschaftlichen Wandel anzustoßen. Dass dies nicht nur leere Worte sind, sondern für die Frauen von Xochilt Acalt Realität geworden ist, zeigen die Bilder der „Ausstellung auf der Wäscheleine”, die von INKOTA entwickelt wurde, eindrücklich.

Faso Kele – Ökologisches Kunsthandwerk und Fotografien

Soziale Gerechtigkeit, Umwelt- und Ressourcenschutz, globale Bewegungsfreiheit, kollektive und sozial-ökologische Verantwortung, gemeinschaftliches Zusammenleben, Transkulturalität und Menschlichkeit, das sind die Schwerpunkte der Arbeit von Faso Kele. Faso Kele ist ein transkulturelles und multidisziplinäres Künstler*- und Aktivist*innen-Kollektiv, das sich 2010 in Mali gegründet hat und seit April letzten Jahres in Guinea (Conakry) ein ökologisches Künstler*innen-Dorf aufbaut. Ausgestellt werden Erzeugnisse kunsthandwerklicher Tätigkeit der Gruppe sowie Fotografien der Bremer Künstlerin Julia Daiber, die Faso Kele 2017 zweimal mehrere Wochen lang besucht hat. www.fasokele.org