Vom Reden und Analysieren zur praktischen Solidarität

10:00-11:30 Uhr: Worldcafé (Diskussion in Kleingruppen)

12.00-12:30 Uhr: Kurze Beobachtungen zur Konferenz u.a. von Victor Nzuzi & Diory Traoré

12:30-13:30 Uhr: Gemeinsame Abschlussdebatte

Ort: Saal May Ayim // gedolmetscht in DE–FR–EN

Während der Vorbereitungstreffen waren es insbesondere Geflüchtete in unserem gemischt zusammen gesetzten Kreis, die immer wieder darauf hingewiesen haben, dass unsere Konferenz einen praktischen Nutzen haben müsste: “Einfach nur reden, dass können wir uns als Geflüchtete nicht leisten! Denn wir sind tagtäglich von Abschiebung und rassistischer Ausgrenzung betroffen! Und auch die Situation in unseren Herkunftsländern wird immer schlimmer!” In diesem Sinne haben wir gemeinsam beschlossen, dass wir am Sonntag möglichst konkret bzw. praktisch werden möchten: Was machen wir mit all den Informationen, die wir am Freitag und Samstag erhalten haben? Wie geht es mit den Kontakten weiter, die wir gemacht haben? Welche praktischen Projekte, Kampagnen und Netzwerke gibt es bereits? Und was sind die grundlegenden Herausforderungen sowohl in Europa als auch global, mit denen wir in den nächsten Jahren konfrontiert sein werden?

Um diese und ähnliche Fragen zu diskutieren, wollen wir am Sonntagmorgen zunächst ein so genanntes “Worldcafé” machen, d.h. an unterschiedlichen Tischen wechselnde (von der Vorbereitungsgruppe ausgewählte) Fragen diskutieren. Danach wollen wir im großen Plenum die Gesprächsergebnisse aus dem Worldcafé unter Beteiligung von möglichst vielen Menschen gemeinsam diskutieren. In diesem Zusammenhang werden auch zwei oder drei unserer (weiter gereisten) Gäste Einschätzungen zur Konferenz und zur aktuellen globalen Lage aus einer südlichen Perspektive formulieren. Und vielleicht endet die Konferenz ja auch mit gemeinsamen Forderungen oder einem ganz konkreten Vorschlag – je nach Verlauf unserer Debatte…

Damit all dies funktionieren kann, sind wir allerdings darauf angewiesen, dass wirklich alle Konferenzteilnehmer_innen rechtzeitig um 10 Uhr da sind – trotz Sonntagmorgen und trotz Party am Samstagabend! Denn letztlich ist es eine Frage der Solidarität, dass wirklich alle mit dem Gefühl nach Hause fahren können, dass es sich gelohnt hat, zusammenzukommen und gemeinsam die Lage der Welt zu besprechen.