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Hier finden Sie alle Blog-Artikel aus dem Projekt Sommerschule 2015. Viel Spaß beim Lesen!

Kein Klimaschutz ohne Klimagerechtigkeit; keine Klimagerechtigkeit ohne Degrowth

Von Christiane Kliemann

Kurz vor der wichtigsten UN Klimakonferenz nach dem Scheitern von Kopenhagen nimmt die internationale Klimabewegung Fahrt auf: Der Widerstand gegen den Abbau fossiler Energieträger wächst und mit der erstarkenden globalen Divestment-Bewegung wächst auch der Druck, Gelder von fossilen Energien abzuziehen und stattdessen in Erneuerbare zu investieren. Erfolgsgeschichten von grünen Jobs im Sektor der Erneuerbaren machen die Runde und breite Kreise erkennen an, dass wir 80% der bekannten globalen fossilen Energiereserven in der Erde lassen müssen, wenn wir einen unkontrollierbaren Klimawandel noch aufhalten wollen. weiterlesen

Video: 15 Minuten für Klimagerechtigkeit mit Tadzio Müller

 

15 Minuten für Klimagerechtigkeit von Ecapio

Der Politikwissenschaftler und Klimagerechtigkeitsaktivist Tadzio Müller erklärt hier aus der perspektive des globalen Nordens, wie sich Klimawandel und Klimapolitik auf globaler Ebene fair und gerecht gestalten lassen. Dabei geht er den folgenden Fragen nach: Welche Verantwortung tragen die Länder des globalen Nordens? Welche Ideen und Konzepte gibt es für die Menschen im Süden ein gutes Leben zu führen, ohne die Konsum- und Produktionsmuster des Nordens nachzuahmen? Und welche Rolle kommt in diesem Prozess der Politik und der Zivilgesellschaft zu?

Tadzio Müller arbeitet bei der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin

Sommerschule: Call for Courses verlängert bis 7. Mai

Der Call for Courses für unsere Degrowth Konkret – Klimagerechtigkeit Sommerschule 2015 ist nun verlängert bis zum 7. Mai. Die Sommerschule findet vom 9. bis 14. August 2015 im Braunkohleabbaugebiet Rheinland zusammen mit dem Klimcamp statt. Den Kern des Sommerschul-Programms bilden Kurse, die durchlaufend an vier Vormittagen für jeweils 2,5 Stunden stattfinden. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, zweitägige Kurse anzubieten. Mit einer festen Gruppe von Menschen (ca. 20 – 30 Personen) sollen in allen Kursen bestimmte Themen im Bereich alternativer Wirtschaftsformen und Klimagerechtigkeit vertieft werden, oder es soll an konkreten Ansätzen gearbeitet werden, mit denen wir Degrowth politisch umsetzen können.  Wer interessiert ist, einen Kurs vorzubereiten, findet alle nötigen Informationen hier. Zur PDF-Version geht es hier

2015 – Das Jahr für Klimagerechtigkeit und Degrowth…

… und was die Sommerschule “Degrowth konkret: Klimagerechtigkeit” dazu beiträgt

Von Elena Hofferberth

Der UN-Klimaprozess findet mit der 21. Conference of Parties in Paris in diesem Jahr einen weiteren Höhepunkt. Ziel ist die Verabschiedung eines verbindlichen, alle Staaten umfassenden Klimaabkommens, welches die Erwärmung der Atmosphäre auf maximal 2 Grad begrenzen soll. Ob es dazu kommt ist fraglich, denn die Klimaverhandlungen in Lima Ende 2014 haben erneut die divergierenden Positionen der Staaten gezeigt. Gleichzeitig werden bei aktuellen Trends die Klimaziele weit verfehlt. Wie so oft in internationalen Verhandlungen existiert eine Kluft zwischen Erkenntnis und Handeln: Obwohl das globale Risiko der Folgen des Klimawandels anerkannt ist, sind die bisherigen Maßnahmen ungenügend. Im Kern der Debatte steht die Frage, wie die Lasten des Klimawandels gerecht verteilt werden können. Welche Länder und Akteure tragen die Hauptverantwortung und müssen folglich welchen Beitrag leisten? Kann es Klimagerechtigkeit überhaupt geben?weiterlesen

Degrowth Konkret: Call for Courses geöffnet!

Für unsere Degrowth Konkret – Klimagerechtigkeit Sommerschule 2015 suchen wir noch nach Anbieter*innen von Kursen. Die Sommerschule findet vom 9. bis 14. August 2015 im Braunkohleabbaugebiet Rheinland zusammen mit dem Klimcamp statt. Die Kurse sollen als Herzstück der Veranstaltung 4 oder 2 Tage lang laufen und damit die Möglichkeit zur Themenvertiefung bieten. Eine bestimmte Form oder Struktur ist nicht vorgegeben, sodass viel Raum bleibt für Kreativität. Die Einreichungsfrist endet am 30. April. Wer interessiert ist, einen Kurs vorzubereiten, findet alle nötigen Informationen hier. Zur PDF-Version geht es hier

 

Ja, aber…Von Klimaschutz, Stimmen des Globalen Südens und Repräsentation

Die Debatte um Flüge für Referent*innen der Degrowth-Sommerschule

Von Janna Aljets

Auf dem zweiten Planungstreffen im Februar nahm sich der Organisationskreis der Sommerschule die Zeit, um die Frage zu diskutieren, ob Referent*innen aus dem Globalen Süden eingeladen und damit auch Langstreckenflüge finanziert werden sollten. Wie können wir ohne Menschen aus dem Globalen Süden „authentisch“ über Klimagerechtigkeit sprechen? Aber auch: Wie können wir einerseits von Klimagerechtigkeit sprechen und andererseits selber mit der Sommerschule zum Klimawandel beitragen? Innerhalb dieser Diskussion wurde deutlich, wie schwierig und spannend das Abwägen von verschiedenen politischen Prinzipien sein kann, weshalb wir die Debatte hier gern nachzeichnen und öffentlich machen möchten. weiterlesen

Klimagerechtigkeit und Degrowth – zwei Seiten einer Medaille?

Von Tadzio Müller

Im Vorfeld der letzten UN Klimakonferenz in Lima, Peru, machte immer wieder eine Schlagzeile die Runde: der Versuch, ein bestimmtes Ideologem im Bewusstsein der globalen Eliten und auch der breiteren Bevölkerung zu verankern: „Leute“, hieß es, „Ihr habt recht, Euch um den Klimawandel zu sorgen, aber, nach Berichten des Internationalen Währungsfonds und einem neuen Report zum Zusammenhang von Klimaschutz und Wirtschaft (im Prinzip ein zweiter Stern-Report), sollt Ihr um Himmels Willen nicht anfangen, aus Sorge um das Klima das Wirtschaftswachstum in Frage zu stellen.“ Wirtschaftswachstum, so die alte Geschichte, kann in Wirklichkeit sehr gut mit Klimaschutz kombiniert werden, wenn es nur richtig angegangen wird. weiterlesen