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Interview mit Barbara Muraca im Rahmen der Degrowth Konferenz 2014 in Leipzig.

Aus dem Interview: . . . BM: Ich glaube, das hängt wirklich davon ab, wie man Degrowth versteht. Degrowth ist sehr heterogen. Das ist eine Stärke, kann aber auch eine Schwäche sein. Wenn man aus Degrowth einfach eine Botschaft von individuellem Verzicht, einem anderen Konsum oder Suffizienz macht, ist das definitiv nicht radikal. Aber das Potential besteht, daß man in der Degrowth-Bewegung die Stimmen des Südens hört, von ihnen lernt und diese Radikalität mit reinbringt und eben nicht einfach nur so eine Art kuschelige Postwachstumsgesellschaftsperspektive für uns konzipiert. Ich denke da an kleine Gemeinschaften, die nicht nur ihre Produkte selbst erzeugen et cetera, sondern wirklich auch die Solidarität mit anderen Ländern und die Notwendigkeit des Kampfes gegen den Extraktivismus vor Augen haben. Von ihnen können wir lernen, wie man diese Kämpfe über längere Zeit durchhalten kann. . . .

Interview/061 aus der Rubrik “Bürger/Gesellschaft” > “Report” von der Zeitung Schattenblick

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