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Interview mit Christopher Laumanns im Rahmen der Degrowth Konferenz 2014 in Leipzig.

Aus dem Interview: . . . Entfremdete Arbeit bedeutet, daß der Arbeiter mit dem Produkt nichts zu tun hat. Das war bei uns nicht der Fall gewesen, denn das Produkt hat extrem viel mit uns als Personen zu tun. Sicherlich hat es immens viel Arbeit gekostet, aber man muß dabei die Arbeitsbedingungen, die Länge der Arbeit und die Bezahlung berücksichtigen. So waren die physischen Arbeitsbedingungen in den Räumen der Autodidaktischen Initiative hervorragend und der emotionale Umgang untereinander sehr achtsam. Natürlich mußten wir den Monat vor Konferenzbeginn viele Stunden abreißen, aber davor hatten wir mit 20 bis 30 Stunden die Woche eine alles in allem überschaubare Zeit gehabt. Daß es am Ende enger wurde, lag wohl auch daran, wie der Reichtum in der Gesellschaft verteilt ist. So ist es für solche Projekte sehr schwer, Gelder für Stellen zu generieren. Dadurch konnten nur wenige Leute bezahlt werden, auf denen dann viel Arbeit gelastet hat. Das hat einerseits sicherlich auch mit den Logiken zu tun, die wir im Kopf haben, aber andererseits auch mit den Rahmenbedingungen, die es zu verändern gilt.

Interview/069 aus der Rubrik “Bürger/Gesellschaft” > “Report” von der Zeitung Schattenblick

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