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Abstract: Die Konkurrenz um Flächen verschärft sich sowohl international als auch in Deutschland. Steigende Pacht- und Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen unterstreichen dies deutlich. In Deutschland werden bereits über 110% der landwirtschaftlichen Flächen für die Nahrungsmittelversorgung benötigt. Die Steigerung der Flächenproduktivität ist für viele Prozesse bereits weit ausgereizt. Staatliche normative Regelungen wären denkbar, würden aber das Problem der schon bestehenden Übernutzung nicht lösen, wirkten lediglich sektoral und erscheinen derzeit kaum durchsetzbar. Die Veränderung der Lebensstile und die Frage nach dem Maß der notwendigen Suffizienz sind Dreh- und Angelpunkt. Umfassend wirken könnte eine Kombination von linearer Besteuerung fossiler Energie und progressiver Besteuerung des Bodenwertes, da diese unter richtig gesetzten Randbedingungen zugleich zu entlastenden Folgeeffekten führen könnten. Dazu gehört die wesentlich engere und mit weniger Transportenergie zu bewerkstelligende Verflechtung von Produktion und Konsumtion (Regionalisierung) ebenso wie Formen der Mehrfachnutzung der Siedlungen und der Landschaft. Damit wäre ein Ausgangspunkt für eine gesellschaftliche wie räumliche Selbstorganisation gegeben.