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»Denken heißt Überschreiten. So jedoch, dass Vorhandenes nicht unterschlagen, nicht überschlagen wird. Weder in seiner Not, noch gar in der Bewegung aus ihr heraus. Weder in den Ursachen der Not noch gar im Ansatz der Wende, die darin heranreift. Deshalb geht wirkliches Überschreiten auch nie ins bloß Luftleere eines Vor-uns, bloß schwärmend, bloß abstrakt ausmalend. Sondern es begreift das Neue als eines, das im bewegt Vorhandenen vermittelt ist, ob es gleich, um freigelegt zu werden, aufs Äußerste den Willen zu ihm verlangt.« (Bloch 1985: 2)
Linkes Nachdenken über Transformationen als sorgfältig zu analysierende reale gesellschaftliche Übergänge, die jede und jeden einzelnen betreffen, und über Transformation als strategisches Konzept zielt auf Zukünftiges, das in der Gegenwart bereits rumort. Darauf verweist der Titel dieses Buches: Das Morgen tanzt im Heute.
Aber ist dies vielleicht doch nur eine Hoffnung und nicht mehr? Ist das Neue angesichts finanzkapitalistischer Übermacht schon längst in aussichtsloser Position und im Chaos von globalen Krisen bereits aufgerieben? Oder ist gerade in solcher Situation eine kategorische Verpflichtung der Linken, sich von Negativszenarien nicht entmutigen zu lassen, jede Chance des Übergangs zu einer besseren Gesellschaft in den gegebenen Verhältnissen zu erfassen und den heute möglichen Schritten eine weiterführende – transformatorische – Perspektive zu eröffnen?
(Beschreibung der Herausgeberorganisation)

Die vollständige PDF des Buches kann auf der Internetseite der Rosa-Luxemburg-Stiftung kostenlos abgerufen werden.

ISBN 978-3-89965-568-1