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Herausgeber_innen: Mit den Themen „Degrowth“ und „Postwachstum“ wurde in den vergangenen Jahren Wachstumskritik wieder auf die politische und wissenschaftliche Agenda gehoben. Die Vielfältigkeit der Debatten zu systematisieren, gelingt bislang nur unzureichend. Gründe dafür werden in diesem Beitrag diskutiert. Zum einen bleiben die Begriffsbestimmungen von Wachstum bzw. Wachstumskritik und der Ideen von Degrowth bzw. Postwachstum häufig unausgeführt oder als Negativbegriffe (De-/Post-) unkonkret. Das kann den Vorzug bieten, viele Ideen unter einem Dach zu versammeln, erweist sich aber als problematisch im Hinblick auf Entwürfe von Alternativoptionen. Zum anderen fehlt es bisher, auch aufgrund der verbreiteten Ablehnung des Paradigmas nachhaltiger Entwicklung in diesen Debatten, an einem tragfähigen gesellschaftlichen Entwicklungsverständnis. Abschließend werden Vorschläge für eine allgemeine Bestimmung von Wachstumskritik und alternative soziologische Entwicklungskonzepte benannt.