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BR: Doch die globale Klimabewegung ist gespalten: Die eine Strömung setzt auf klimapolitische Regelungen auf UN-Ebene. Die andere Strömung, der sogenannte Klimagerechtigkeits-Flügel, lehnt die UN-Klimaabkommen ab, weil diese von den westlichen Industriestaaten dominiert seien. Um eine Klimakatastrophe zu verhindern, so die Vertreter der Klimagerechtigkeits-Bewegung, sind neben der Dekarbonisierung, der Ersetzung von Öl, Gas und Kohle durch erneuerbare Energien, viel weitergehende Eingriffe in unsere Art zu wirtschaften und zu konsumieren notwendig. So fordert die Degrowth-Bewegung ein völlig anderes Produktions- und Konsummodell. Doch wenn es der Völkergemeinschaft schon so schwer fällt, sich auf einen Ausstieg aus den fossilen Energieträgern zu einigen – um wieviel schwieriger ist es, die Quelle allen Übels, den Zwang zu immer weiterem wirtschaftlichen Wachstum anzugehen?