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Paper presented at the Conference “New economic concepts in the current European crises“.

Teil der Einleitung: Spätestens seit den Hartz-Reformen ist das Thema der Niedriglohnbeschäftigung in den Fokus der politischen und gesellschaftlichen Debatte in Deutschland gerückt. Laut einer aktuellen Studie des IAB ist der deutsche Niedriglohnsektor im europäischen Vergleich mit 24,1% im Jahr 2010 auf eine Spitzenposition gerückt: direkt hinter dem Spitzenreiter Litauen mit 27,5% und vor Zypern, Bulgarien, Großbritannien und Polen mit Anteilen zwischen 21,5% und 18% (Rhein 2013: 3). In Anbetracht dieser Entwicklung stellt sich immer dringender die Frage, weshalb in Deutschland, einem wohlhabenden Land mit ausgebauten Sozialsystemen und hoher ökonomischer Performanz, mehr Menschen im Niedriglohnbereich arbeiten, als in den meisten anderen europäischen Ländern.