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Author zum Buch: Die Krise der internationalen Handelspolitik ist eine Chance, das aktuelle System aus WTO, bilateralen Investitionsschutz- und Freihandelsabkommen (BITs) und Handelsschiedsgerichten (z. B. ICSID) grundlegend zu überdenken. Christian Felber entzaubert in seinem neuen Buch die „Freihandelsreligion“ und schlägt eine vollständige und kohärente Alternative vor. Ethischer Welthandel im Schoße der UNO. Handel wird im neuen Paradigma konsequent als Mittel betrachtet, das den eigentlichen Zielen der Politik dient: den Menschenrechten, nachhaltiger Entwicklung, Verteilungsgerechtigkeit, sozialer Zusammenhalt und kulturelle Vielfalt. Felber baut auf alternativen TheoretikerInnen wie Dani Rodrik, Ha-Joon Chang, Vandana Shiva, Helena Norberg-Hodge, Susan George oder George Monbiot auf und webt die Ansätze zu einem kohärenten Alternativmodell zusammen. Das multilaterale ethische Handelssystem soll, von der EU ausgehend, in der UNO angesiedelt sein und aus dem wichtigen, aber „soften“ Völkerrecht hartes und einklagbares machen. Damit geht es endlich zurück vom Washington Consensus zu einer gerechten und demokratischen Weltwirtschaftsordnung. Eine zentrale Rolle könnten dabei die Souveräne – die von der Handelspolitik in Nord und Süd betroffenen Menschen – spielen. Felbers Idee zu „kommunalen Handelskonventen“ gibt allen, die nach dem wichtigen Protest gegen TTIP und CETA in die Gestaltung gehen wollen, ein konkretes und lokal umsetzbares Werkzeug in die Hand.

ISBN 978-3-552-06338-9