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Interview mit Stephen Hall im Rahmen des Klimacamps und der Degrowth-Sommerschule im Rheinischen Braunkohlerevier 2015.

Aus dem Interview: Der englische Gewerkschafter, Ökonom und Klimaaktivist Stephen Hall ist Vorsitzender des Gewerkschaftsdachverbands TUC von Greater Manchester, nimmt am Internationalen Ökosozialistischen Netzwerk teil und kämpft seit Jahren an vorderster Front gegen ein Frackingvorhaben in Lancashire. Im Rahmen des Klimacamps und der Degrowth-Sommerschule im Rheinischen Braunkohlerevier stellte er im Workshop “Eine Million Klimajobs – wie mit sauberer Energie Arbeitsplätze geschaffen werden können” erstmals in Deutschland einen entsprechenden Plan der Gewerkschaftsgruppe Campaign against Climate Change vor.
Dieses Konzept legt dar, wie die britische Wirtschaft in den nächsten 20 Jahren ihre CO2-Emissionen um 80 Prozent reduzieren und dabei netto eine Million Arbeitsplätze schaffen könne. Der vollständige Ausstieg aus den fossilen Energien wird demzufolge nur machbar sein, wenn er mit einer umfassenden Umstellung nicht nur der Konsumgewohnheiten, sondern auch der Produktionsweise einhergeht. Klimaschützer müßten deswegen auch die sozialen Probleme wie insbesondere die Massenarbeitslosigkeit mitdenken und Vorstellungen von einer Veränderung der Arbeitswelt entwickeln.
Nach seinem Workshop beantwortete Stephen Hall dem Schattenblick einige Fragen zur Lage der britischen Linken, zum gesellschaftlichen Klima in England und zu seinem persönlichen wie auch politischen Bezug zu Umweltfragen.

Interview/093 aus der Rubrik “Bürger/Gesellschaft” > “Report” von der Zeitung Schattenblick

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