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Interview mit Aktivistin Corinna im Rahmen des Klimacamps und der Degrowth-Sommerschule im Rheinischen Braunkohlerevier 2015.

Aus dem Interview: Und doch funktionierte die Küche, die mit ihren Aufbauten, Bänken und Tischen so etwas wie die leibliche Mitte des Camps darstellte, so unaufwendig und unaufgeregt, wie man es nur erwarten kann, wenn nicht von vornherein mit bitterer Moral und materiellem Zwang gearbeitet wird. Eigenverantwortliches Handeln, beim Verkauf der Ware Arbeitskraft im neoliberalen Kapitalismus zur sinnentleerten Floskel fortwährender Bezichtigung verkommen, fand auf der Wiese von Lützerath in einem Ausmaß statt, das nicht bemessen werden mußte, weil es sich nicht um eine verkäufliche Dienstleistung handelte. Zwar mußte zur Beschaffung von Lebensmitteln und Zutaten aller Art auch hier Geld zusammenkommen, doch der für die tägliche Versorgung genannte Betrag wurde von den Besucherinnen und Besuchern des Camps ganz so entrichtet, wie es ihnen am besten paßte.
Wie all dies in die Tat umgesetzt wird, das konnte der Schattenblick von Corinna erfahren, die für das Kollektiv Rampenplan Rede und Antwort stand.

Interview/081 aus der Rubrik “Bürger/Gesellschaft” > “Report” von der Zeitung Schattenblick

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