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Einleitung:
„Sie verbrennen den Planeten“: Mit diesen Worten resümiert der ehemalige bolivianische Klima-Chefunterhändler Pablo Solón das bisherige Ergebnis des Klimagipfels in Paris. Die derzeit vorliegenden Angebote zur Reduzierung von Treibhausgasen führen in eine Welt, die drei bis vier Grad wärmer wird – mit katastrophalen Folgen für große Teile der Weltbevölkerung. „Wir werden in eine Situation gebracht, in der die Frage ist, wessen Kinder überleben und wessen sterben werden. Es ist ein Genozid.“ Solón ist ein langjähriger Insider der Verhandlungen und inzwischen einer ihrer schärfsten Kritiker. Die zentrale Aufgabe ist es in seinen Augen, dafür zu sorgen, dass mindestens 80 Prozent der fossilen Energieträger, also Kohle, Öl und Gas, im Boden bleiben und nicht verbrannt werden. Nur so hätten wir eine Chance, einen katastrophalen Klimawandel zu verhindern. Doch genau darüber werde in den UN-Verhandlungen nicht gesprochen. Stattdessen würden Pseudolösungen wie Emissionshandel vorangetrieben – und hinter den Kulissen auf extrem risikoreiche technokratische Ansätze wie Geo Engineering gesetzt. „Was unsere Regierungen und die fossilen Industrien hier tun, ist ein Verbrechen an der Menschheit“, sagt der Bolivianer im ausführlichen Interview mit Kontext TV, das in Kürze erscheinen wird.