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Die Energiepolitik ist ein zentrales Feld gesellschaftlicher Transformation. Sie betrifft den Umgang mit fossilen Ressourcen, auf denen gegenwärtig die gesamte Zivilisation beruht, deren weitere Nutzung diese Zivilisation jedoch aufs Äußerste gefährdet. Die Energiepolitik hat es mit Knotenpunkten globaler Macht, aber auch mit der Chance tun, zur Veränderung der gegenwärtigen Machtverhältnisse beizutragen. Um Energieressourcen werden Kriege geführt, aber um erneuerbare Energien wie Wind, Sonneneinstrahlung müssen Kriege selbst aus imperialer Sicht nicht sein. Entscheidungen zwischen fossilen und erneuerbaren Energien sind zugleich Entscheidungen zwischen verschiedenen Großtechniken, Produktions- und Lebensweisen und über neue Nord-Süd-Verhältnisse. Energiefragen sind ein Gegenstand, der der heutigen Generation höchste Verantwortung abfordert. Verantwortung mit dem Blick auf derart komplexe globale Zusammenhänge ist nicht möglich ohne theoretisches Erfassen dieser Zusammenhänge und der in ihnen verborgen enthaltenen Ansätze für transformatorische Zukünfte. Aber welche konkrete Ansätze beispielsweise der Übergang zu erneuerbaren Energien für eine alternative Entwicklung der Gesellschaft bietet, in welchen Formen sie durch welche Kräfte genutzt werden können, ist nicht durch die Wissenschaft vorzugeben, sondern nur in der Wechselwirkung praktischer Politik und transformationstheoretischer Überlegungen herauszufinden.
(Aus der Einleitung)

Inhalt

1 Energiewende in Brandenburg
1.1 Ambivalente energiewirtschaftliche Ausgangslage
1.2 Brandenburgische Energiestrategie – internationale Verantwortung in der Klimapolitik
1.3 Braunkohleverstromung und die Regierungsbeteiligung der Brandenburger LINKEN

2 Ein Bundesland zwischen Wachstum und nachhaltiger Entwicklung
2.1 Wandel von Eigentumsstrukturen
2.2 Wandel von Lebensweisen und kultureller Orientierung
2.3 Wandel der Regulationsweise
2.4 Stärkung von Akzeptanz und Partizipation – Erneuerung der Demokratie

3 Akteure der Energiepolitik
3.1 Die Landesregierung Brandenburg, das Wirtschafts- und das Umweltministerium
3.2 Die Bundesregierung und die Europäische Kommission
3.3 Der Vattenfall-Konzern
3.4 Die Banken
3.5 Alternative Akteure

4 Energiepolitik im Viereck einer modernen linken Erzählung. Die Partei DIE LINKE
4.1 Leitidee 1: Gerechte Umverteilung von Lebenschancen und Macht – auch in der Energiewende
4.2 Leitidee 2: Energiewende als Kern eines sozialökologischen Umbaus von Wirtschaft und Gesellschaft
4.3 Leitidee 3: Demokratische Umgestaltung – Kriterium auch für die Energiewende
4.4 Leitidee 4: Energiewende als Teil umfassender Friedens- und Sicherheitspolitik

5 Nur technologische Erneuerung oder Chance des Einstiegs in eine emanzipatorische sozialökologische Transformation?

Literatur

Die Komplette Broschüre kann kostenlos als PDF auf der Internetseite der Rosa-Luxemburg-Stiftung heruntergeladen werden.

ISSN: 2194-0916