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Paper presented at the Conference “New economic concepts in the current European crises“.

Erschienen in Zeitwohlstand – wie wir anders arbeiten, nachhaltig wirtschaften und besser
leben, Hrsg. Konzeptwerk Neue Oekonomie, München: oekom, 2014.

Aus dem Text: Halten wir uns vor Augen, worum es bei der Suche nach gemeinsamen Wohlstandskriterien überhaupt geht, wird deutlich, wie problematisch das ist: Es geht um nichts weniger als die Frage, worauf wir gesellschaftliches Handeln ausrichten wollen. Wofür sollen Steuermittel eingesetzt werden? Was wird gefördert und was bestraft? Was wird verboten und was erlaubt? An welchen Zielen sollen sich politische Entscheidungen orientieren? Eine Debatte über das Wohlstandsverständnis ist eine Debatte über tief greifende Veränderungen in unserer Gesellschaft. Sie hat Anspruch auf einen Platz der ihr gerecht wird. Eine Demokratie sollte – wenn sie funktioniert – diesem Platzanspruch genügen. Im Folgenden befasse ich mich mit der Frage, ob unsere Demokratie heute in der Lage ist, die nötige Zeit für eine Wohlstandsdebatte bereit zu stellen.