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Herausgeber_innen: Die Postwachstumsdebatte ist geprägt von sehr unterschiedlichen Sichtweisen auf die Rolle und den Umgang mit Technik. Einerseits halten ein Teil der Befürworter des Postwachstums das technowissenschaftliche Paradigma für einen Teil des Problems und stellten sich eine künftige Postwachstumsgesellschaft jenseits der Technik vor, während sie gleichzeitig den weltweit zu beobachtenden Enthusiasmus für technische Lösungen ablehnen, da diese Entwicklungen in ihrer instrumentellen Rationalität eine Vorherrschaft über die Natur impliziert. Andere Postwachstumsvertreter finden diese einseitige Sichtweise zu simpel und sehen technische Lösungen – sofern sie neu betrachtet und kritisch reflektiert werden – als Verbündete für die Entwicklung hin zu einer Postwachstumsgesellschaft. In diesem Artikel werden v.a. zwei theoretische Zugänge betrachtet, die grundlegend für viele Auseinandersetzungen um Technik im Feld des Postwachstumsdiskurses sind: Eine biophysikalische, die sich auf Nicholas Georgescu-Roegen zurückführen lässt, und eine soziopolitische bzw. kulturelle, die auf gesellschaftskritische Denker wie Ivan Illich, Jacques Ellul und André Gorz zurückführt. Diese schließen zudem an zwei Konzepte der Postwachstumsdebatte an, dem der Tragfähigkeit (viability) und der Konvivialität (conviviality).