movum – Heft 13: Ressourcen und Macht

Heft 13 des Magazins movum zum Thema Ressourcen und Macht.

Kurzbeschreibung: Die Verfügbarkeit über Ressourcen bedeutet Macht. Für die beginnende große Transformation zu einer nachhaltigen Entwicklung braucht es Gegenmacht.

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Die Infografik als PDF

Anti-Kohle-Bewegung

Dies ist ein Beitrag zum Projekt Degrowth in Bewegung(en), in dem es um die Anti-Kohle-Bewegung geht.

Info zum Projekt Degrowth in Bewegung(en):
Degrowth ist nicht nur ein neues Label für eine Diskussion über Alternativen oder eine akademische Debatte, sondern auch eine im Entstehen begriffene soziale Bewegung. Trotz vieler Überschneidungen mit anderen sozialen Bewegungen gibt es sowohl bei diesen als auch in Degrowth-Kreisen noch viel Unkenntnis über die jeweils anderen. Hier bietet sich viel Raum für gegenseitiges Lernen.

Wie steht Degrowth im Verhältnis zu anderen sozialen Bewegungen? Was kann die Degrowth-Bewegung von diesen lernen? Und was können andere soziale Bewegungen wiederum voneinander sowie von Degrowth-Ideen und -Praktiken lernen? Welche gegenseitigen Anregungen aber auch welche Spannungen gibt es? Und wo könnten Bündnisse möglich sein?

Diesen Fragen gehen Vertreter_innen aus 32 sozialen Bewegungen, alternativökonomischen Strömungen und Initiativen in Essays nach. Die Texte sind zusammen mit Bildern sowie Audio- und Videobeiträgen auf dem Degrowth-Webportal veröffentlicht.

> Link zum Projekt mit allen Texten
> Link zum Artikel mit Bildern

Klimaverbrechen an der Wurzel stoppen: Widerstand gegen Ölförderung, Kohle und Fracking weltweit

Angesichts des Klimawandels und der stetig steigenden CO2-Emissionen erhält die Idee der “nicht-verwertbaren fossilen Brennstoffe” immer mehr Relevanz. Öl, Kohle und Gas sollen danach im Boden bleiben, so eine zentrale Forderung von Klimabewegungen und einigen südamerikanischen Regierungen. Ecuador bot z.B. an, große Ölvorkommen im Yasuni-Nationalpark im Boden zu lassen, die Realisierung scheiterte jedoch an der fehlenden finanziellen Kompensation durch die Industrieländer. Der Kampf, die fossilen Brennstoffe im Boden zu lassen, müsse weitergehen, z.B. im Fall der deutschen Braunkohlevorkommen am Rhein oder beim Fracking, so Joan Martinez-Alier. “Wir brauchen einen dauerhaften Widerstand, insbesondere an den Tatorten der Klimaverbrechen. Jedes Kohlekraftwerk ist ein Tatort, jedes Kohlebergwerk und jedes Ölfeld”, sagt Nnimmo Bassey, der für seinen Kampf gegen die Umweltverbrechen von Shell in Nigeria mit dem “Alternativen Nobelpreis” ausgezeichnet wurde.
(Einleitung von Kontext-TV)

Kohleatlas – Daten und Fakten über einen globalen Brennstoff

Deutschland ist Weltmeister! Bei der Förderung von Braunkohle. Aber nicht nur die Braunkohle, auch die Steinkohle hinterlässt Spuren. Ein Viertel der deutschen Treibhausgase stoßen die 30 größten Kohlekraftwerke aus. Doch mit seinem Kohlehunger steht Deutschland weder in Europa noch in der Welt alleine da. Die Regierungen der 20 größten Industriestaaten subventionieren die Suche nach neuen fossilen Rohstoffen jährlich mit vielen Milliarden US-Dollar, obwohl diese Projekte keine Zukunft haben.

Hinzu kommen die teilweise dramatischen Schäden am Klima, an der Umwelt und am Menschen. Von all dem berichtet der Kohleatlas. Er erscheint zu einer Zeit, in der gerade in Deutschland eine intensive Diskussion um die Zukunft des Energiesektors in Gange ist. Tatsächlich geht es um den schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung. Der Kohleatlas zeigt in verständlichen Texten mit anschaulichen Grafiken: Das ist ist technisch möglich und nötig.
(Beschreibung der Heinrich-Böll-Stiftung)

Der Kohleatlas kann als PDF kostenlos auf der Internetseite der Heinrich-Böll-Stifung heruntergeladen werden.

Kohlekraft, Rheinland & Degrowth

Dokumentation einer Keynote der Degrowth Sommerschule 2015 „Degrowth konkret: Klimagerechtigkeit“
Titel des Vortrages: “Kohlekraft, das rheinische Braunkohlerevier und was Degrowth damit zu tun”

Glück auf? – Bergbau vor der Zeitwende

Zeitschrift “politische ökologie” 144 – 2016

Bergbauaktivitäten stehen weltweit zunehmend am Pranger, gehen sie doch mit gravierenden ökologischen und sozialen Problemen einher. Insbesondere dem Abbau fossiler Energieträger, allen voran dem “Klimakiller Kohle”, weht ein steifer Protestwind entgegen. Schon länger in der Kritik steht auch das antiquierte Bundesberggesetz, denn es befeuert den hemmungslosen Raubbau an begrenzten Ressourcen, anstatt Anreize zu deren schonender Nutzung zu setzen. Um die Zerstörung von Natur und Lebensräumen durch den Bergbau aufzuhalten, sind neben dem konsequenten Recycling von Rohstoffen vor allem transparentere Bewilligungsverfahren und eine faire Gesamtabwägung widerstreitender Interessen nötig.
(Beschreibung des Verlags)

Inhaltsverzeichnis
Leseprobe 1
Leseprobe 2
Leseprobe 3

Braunkohle – Irrläufer der deutschen Stromerzeugung

Die Energiewende ist erfolgreicher, als selbst die meisten Befürworter erwartet hätten. Doch ein Makel bleibt: Die Erneuerbaren Energien haben zwar den Wegfall des Atomstroms mehr als kompensiert, aber auf dem heutigen Strommarkt werden die klima-schädlichsten Kapazitäten bevorzugt; in Deutschland ist das vor allem Strom aus Braunkohle. Dies hintertreibt die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung und gefährdet den internationalen Vorbildcharakter der Energiewende.

Die Publikation Braunkohle – Irrläufer der deutschen Stromerzeugung gibt Einblick in die Gründe dieses sogenannten „Energiewendeparadoxes“. Das ist vor allem ein „Kapazitätsparadox“: Denn durch die Neubauprojekte der letzten Jahre existieren nun Überkapazitäten an Kohlekraftwerken. Wie man aus diesem Dilemma herauskommt, beschreiben die Autoren Craig Morris und Arne Jungjohann.

Die PDF der Broschüre kann auf der Internetseite der Herausgeber kostenlos heruntergeladen werden.

ISBN: 978-3-86928-134-6

Klimacamp trifft Degrowth – Zerstörungsprofiteure positioniert … Fabian Flues im Gespräch

Interview mit Fabian Flues im Rahmen des Klimacamps und der Degrowth-Sommerschule im Rheinischen Braunkohlerevier 2015.

Aus dem Interview: Im Rahmen der Degrowth-Sommerschule leiteten Molly Walsh und Fabian Flues von der Organisation Friends of the Earth International einen viertägigen Kurs zum Thema “The corporate growth agenda and European energy policy”. Im Gespräch mit dem Schattenblick beantwortete Fabian Flues einige Fragen zur Rolle der NGOs und Gewerkschaften, zum Ausstieg aus der Braunkohle und zum Zusammenhang von ökologischen und gesellschaftspolitischen Fragen.

Interview/090 aus der Rubrik “Bürger/Gesellschaft” > “Report” von der Zeitung Schattenblick

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Klimacamp trifft Degrowth – Der Schaden geht weit, die Wunde sitzt tief … Eckardt Heukamp im Gespräch

Interview mit Eckardt Heukamp im Rahmen des Klimacamps und der Degrowth-Sommerschule im Rheinischen Braunkohlerevier 2015.

Aus dem Interview: Der Landwirt Eckardt Heukamp wohnte zum Zeitpunkt des Gesprächs noch in dem weitgehend verlassenen Ort Borschemich und bewirtschaftet Flächen bei Lützerath, das künftig ebenfalls dem Braunkohletagebau zum Opfer fallen soll. Dort fand auf einem seiner Grundstücke das diesjährige Klimacamp statt. Der Schattenblick nahm die Gelegenheit gerne wahr, ihm einige Fragen zu den gravierenden Folgen der Vernichtung gewachsener Landschaften und der Vertreibung der ansässigen Bevölkerung wie auch seiner persönlichen Perspektive und zum Klimacamp zu stellen.

Interview/085 aus der Rubrik “Bürger/Gesellschaft” > “Report” von der Zeitung Schattenblick

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Klimacamp trifft Degrowth – Sozialwidersprüche, Naturtechnikbrüche … Dorothee Häußermann im Gespräch

Interview mit Dorothee Häußermann im Rahmen des Klimacamps und der Degrowth-Sommerschule im Rheinischen Braunkohlerevier 2015.

Aus dem Interview: SB: Bei der Podiumsdiskussion gestern abend war zu hören, daß die von Großprojekten betroffenen Menschen in Indien, Ecuador und Kanada diejenigen sind, die dort den Widerstand gegen den Klimawandel entwickelt haben. Das besondere Problem in der Lausitz, aber auch im Rheinischen Braunkohlerevier ist, daß die Bevölkerung von Vattenfall bzw. RWE eingekauft und okkupiert wurde. Wie ließe sich das Verschränken der Interessen zwischen den Konzernen und der Bevölkerung aus Sicht der Umweltbewegung aufbrechen?
DH: Das ist schwierig. Wir haben teilweise sehr gute Verbündete wie zum Beispiel die Initiative in Buir, die sich gegen RWE zur Wehr setzt. Die Menschen in Buir leiden unter der neu verlegten Autobahn, die zusammen mit einer Kohlebahn und der normalen S-Bahnstrecke direkt an der Ortsgrenze verläuft. Buir ist völlig eingekeilt von diesen Verkehrstrassen. Die Leute dort fingen an, sich gegen die Lärmbelästigung zu engagieren, bis sie gemerkt haben, gegen wen sie eigentlich antreten. Seitdem haben sie sich unglaublich radikalisiert. Sie unterstützen auch das Klimacamp und den Protest im Hambacher Forst. Daraus ist eine tolle Zusammenarbeit entstanden. Sie werden zwar nicht an einer Blockade oder Aktion des zivilen Ungehorsams teilnehmen, aber dennoch greift vieles andere ineinander.

Interview/082 aus der Rubrik “Bürger/Gesellschaft” > “Report” von der Zeitung Schattenblick

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Klimacamp trifft Degrowth – Der Feind meines Feindes … Antje Grothus im Gespräch

Interview mit Antje Grothus im Rahmen des Klimacamps und der Degrowth-Sommerschule im Rheinischen Braunkohlerevier 2015.

Aus dem Interview: Antje Grothus ist in der Bürgerinitative Buirer für Buir aktiv und war bei der Auftaktkundgebung der Demo “Kohleausstieg jetzt” anlässlich “Ende Gelände” Sprecherin für das “Bündnis gegen Braunkohle”. Auf der Demonstration, die zur Unterstützung zur Massenaktion zivilen Ungehorsams Ende Gelände am 15. August in Immerath und an der Abbruchkante des Tagebaus Garzweiler stattfand, beantwortete die Aktivistin dem Schattenblick einige Fragen aus Sicht einer von der Braunkohleverstromung langfristig betroffenen Anwohnerin.

Interview/078 aus der Rubrik “Bürger/Gesellschaft” > “Report” von der Zeitung Schattenblick

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Klimacamp trifft Degrowth – Blick auf das braune Sterben

Bericht von Klimacamp und Degrowth-Sommerschule im Rheinischen Braunkohlerevier 2015. Bericht über die Umsiedlung des Dorfes Borschemich.
Untertitel: Die Hauslosigkeit Borschemichs schreckt sogar Tote

Aus dem Bericht: . . . Über 1100 Jahre nach seiner ersten urkundlichen Erwähnung hat sich das niederrheinische Dorf Borschemich für kurze Zeit verdoppelt. Seit 2006 wird Neu-Borschemich auf einem 34 Hektar großen Gelände im Norden der Stadt Erkelenz aufgebaut. Nur zehn Kilometer Luftlinie trennen das alte, in absehbarer Zeit im Braunkohletagebau Garzweiler untergehende und das neue, quasi am Reißbrett entstandene Dorf. Obwohl die alten Straßennamen ebenso erhalten bleiben wie einige Sakralbauten, die an der Kirche St. Martinus standen, in Neu-Borschemich wiedererrichtet werden, sind diese Orte so grundverschieden, daß sich die Kluft zwischen ihnen nicht in Wegmaßen erfassen läßt. . . .

BERICHT/067 aus der Rubrik “Bürger/Gesellschaft” > “Report” von der Zeitung Schattenblick

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Klimacamp trifft Degrowth – Das bessere Leben ist der Befreiungsprozeß

Bericht von Klimacamp und Degrowth-Sommerschule im Rheinischen Braunkohlerevier 2015 zu der Keynote “Was ist degrowth?” von Barbara Muraca.
Untertitel: Was ist Degrowth? – Eine Bewegung schärft ihr Profil

Aus dem Bericht:Was ist Degrowth? Der im deutschsprachigen Raum so sperrige Begriff ruft Erklärungsbedarf auf den Plan, kaum daß er ausgesprochen ist. Wie er das inspirierende Banner abgeben soll, unter dem sich eine innovative soziale Bewegung versammeln und zum weithin wahrgenommenen Aufbruch blasen könnte, mutet zunächst schleierhaft an. Sucht man jedoch nach einem griffigeren Wort derselben Bedeutung, stellt man alsbald fest, daß die vermeintliche Alternative nicht trifft, etwas ausläßt oder auf Abwege führt. Dann eben doch Degrowth, solange man nichts Besseres findet, und aus der Not eine Tugend gemacht! Das Ärgernis, schon das Wort selbst erläutern zu müssen, hat zumindest ein Gutes: Was niemand auf Anhieb versteht, wandert nicht sofort in die Schublade. Und mehr noch: Man kann sich schlecht herausreden und auf den vorschnellen Konsens setzen, wenn das von Unverständnis geplagte Gegenüber partout wissen will, was genau man denn damit meint. . . .

BERICHT/057 aus der Rubrik “Bürger/Gesellschaft” > “Report” von der Zeitung Schattenblick

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Klimacamp trifft Degrowth – und nicht allein

Bericht von Klimacamp und Degrowth-Sommerschule im Rheinischen Braunkohlerevier 2015.
Untertitel: Selbstbestimmt, solidarisch, herrschaftskritisch

Aus dem Bericht:. . . Zwar hat die Debatte um die Wachstumsproblematik seit der von über 3000 Personen besuchten Degrowth-Konferenz in Leipzig vor einem Jahr [1] weiter Fahrt aufgenommen, doch die praktische Realisierung der Wachstumskritik war angesichts des akademischen Charakters der an der Universität Leipzig abgehaltenen Konferenz eher schwach ausgeprägt. Einen großen Schritt in Richtung Klimaaktivismus und seiner Konstitution als veritable Bewegung unternahm das Degrowth-Konzept dieses Jahr mit einer Sommerschule, die in das sechste Klimacamp im Rheinischen Braunkohlerevier integriert war. Die europaweite Verschmutzung, die von den drei Braunkohletagebauen und fünf Kohlekraftwerken der Region ausgeht, wurde dort nicht nur in Wort und Schrift angeprangert, vielmehr erreichte das Camp mit der Massenaktion “Ende Gelände” am 15. August seinen Höhepunkt. . . .

BERICHT/056 aus der Rubrik “Bürger/Gesellschaft” > “Report” von der Zeitung Schattenblick

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Klimacamp trifft Degrowth – Kein Feld bleibt aus

Bericht von Klimacamp und Degrowth-Sommerschule im Rheinischen Braunkohlerevier 2015. Es geht u.a. um die Demo in Immerath, die am 15.8.2015 parallel zu der Grubenbesetzung statt fand.

Aus dem Bericht:. . . Während die Massenaktion am 15. August, bei der rund tausend Menschen in den Braunkohletagebau Garzweiler eindrangen und die Kohleförderung lahmlegten, noch anhielt, formierte sich nachmittags im Geisterdorf Immerath ein Demonstrationszug von etwa 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Befürchtungen, diese von regionalen Bürgerinitiativen, diversen Umweltverbänden und Aktionsbündnissen getragene Veranstaltung könne einem Auseinanderdriften zwischen “Ende Gelände” und dem Bürgerprotest Vorschub leisten und so die Bewegung tendenziell auseinanderdividieren, erfüllten sich nicht. Vielmehr standen Stimmung der Versammelten und Redebeiträge klar im Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Grube, wie immer wieder mit Nachdruck bekräftigt wurde. . . .

BERICHT/055 aus der Rubrik “Bürger/Gesellschaft” > “Report” von der Zeitung Schattenblick

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