Public Support for Sustainable Welfare Compared: Links between Attitudes towards Climate and Welfare Policies

Abstract: The emerging concept of sustainable welfare attempts to integrate environmental sustainability and social welfare research. Oriented at a mid-term re-embedding of Western production and consumption norms into planetary limits, it suggests the development of “eco-social” policies in the rich countries. In this theoretical context, this article empirically investigates the relationships between attitudes towards welfare and climate policy in 23 countries. Using 2016 data from the European Social Survey, we explored patterns of synergy between both kinds of policies as well as effects of crowding-out, where support for one kind of policy involves refusing the other. Since previous research addressed the role of welfare states and their institutional foundations in establishing environmentally sustainable societies, we studied how attitudes towards welfare and climate policies differ according to welfare regime affiliation. Additionally, we examined how a range of socio-demographic and political factors such as class, education, income, and political position shape people’s views on welfare and climate policy goals. The results of a multiple correspondence analysis indicate that the simultaneous support of welfare and climate policies follows welfare regime lines in that this support is the highest among social-democratic countries. However, also some conservative and Mediterranean countries score high in this regard. At the individual level, people with a higher education, employees in socio-cultural professions, and voters of moderate left and green parties display the highest mutual support for welfare and climate policies.

Sustainability, June 2019

Sustainable health and degrowth: Health, health care and society beyond the growth paradigm

Abstract: The extraordinary economic growth rates of the twentieth century are historically exceptional and a continuation into the future seems neither possible nor desirable. Consequently, it is in the interest of public health to actively shape a socio-economic transformation towards a system that is not based on growth. “Degrowth” provides coherent guidelines for such a system. Combining existing scholarship from the degrowth and the public health fields, this paper makes seven suggestions for a public health agenda towards sustainable health: (1) to develop an index of health status in relation to present and future health burden; (2) to reduce the resource burden of medical therapy; (3) to translate increased productivity to fewer working hours and more free time instead of more income and material consumption; (4) to make use of non-conventional knowledge and non-commercial forms of work and product exchange; (5) to make knowledge freely available, making use of innovative research frameworks such as open source drug research; (6) to relocalize economic life and health-related organization and to reshape citizen participation and (7) to reduce socio-economic inequality through redistribution. Generally, this paper argues that it is time for discussions on degrowth to enter the mainstream medical and health community and for doctors and other health workers to acknowledge that they have a significant role to play and important experience to contribute when our societies face the upcoming challenge of no-longer-growing economies.

Social Theory & Health (2017): 1-23.

Wir produzieren Zeitwohlstand

Herausgeber_innen: „Zeit ist Geld.“ Aber am Arbeitsmarkt ist Zeit
eine flüchtige Währung. Unter steigendem Rationalisierungs- und Wettbewerbsdruck fällt ihr Kurs zusehends. Und wir alle, die wir noch die letzten Zeitreserven einsetzen, tragen dazu bei. Dass es auch anders geht, zeigen uns Zeitpioniere und Postwachstumsunternehmen.

Radical Ecological Democracy

Dies ist ein Beitrag zum Projekt Degrowth in Bewegung(en), in dem es um die Radikale Ökologische Demokratie geht.

Info zum Projekt Degrowth in Bewegung(en):
Degrowth ist nicht nur ein neues Label für eine Diskussion über Alternativen oder eine akademische Debatte, sondern auch eine im Entstehen begriffene soziale Bewegung. Trotz vieler Überschneidungen mit anderen sozialen Bewegungen gibt es sowohl bei diesen als auch in Degrowth-Kreisen noch viel Unkenntnis über die jeweils anderen. Hier bietet sich viel Raum für gegenseitiges Lernen.

Wie steht Degrowth im Verhältnis zu anderen sozialen Bewegungen? Was kann die Degrowth-Bewegung von diesen lernen? Und was können andere soziale Bewegungen wiederum voneinander sowie von Degrowth-Ideen und -Praktiken lernen? Welche gegenseitigen Anregungen aber auch welche Spannungen gibt es? Und wo könnten Bündnisse möglich sein?

Diesen Fragen gehen Vertreter_innen aus 32 sozialen Bewegungen, alternativökonomischen Strömungen und Initiativen in Essays nach. Die Texte sind zusammen mit Bildern sowie Audio- und Videobeiträgen auf dem Degrowth-Webportal veröffentlicht.

> Link zum Projekt mit allen Texten
> Link zum Artikel mit Bildern
> English version of the text “Reflections from the South on Degrowth”

Recognition of unpaid work in the perspective of degrowth

Transcription of an oral session by Linda Nierling at the Second International Conference on Economic Degrowth for Ecological Sustainability and Social Equity in Barcelona with the title “Recognition of unpaid work in the perspective of degrowth”.

Interrogations and proposals – some inconvenient questions about degrowth

Presentation of an oral session by Joaquim Sempere at the Second International Conference on Economic Degrowth for Ecological Sustainability and Social Equity in Barcelona on the topic “Interrogations and proposals – some inconvenient questions about degrowth”.

Freiheit, Gleichheit, Gelassenheit – Mit dem Ökologischen Grundeinkommen aus der Wachstumsfalle

»Wenn jemand mehr vom Kuchen haben möchte, dann machen wir ihn einfach größer« – nach dieser Strategie funktionierte bisher unser Sozialstaat. Soziale Sicherheit war damit immer abhängig vom Wachstum. Doch die Praxis »Unten geben, ohne oben zu nehmen« kommt angesichts der Übernutzung natürlicher Ressourcen an ihr Ende. Und es leidet nicht nur die äußere, sondern auch die innere Natur des Menschen unter dem Wachstumszwang: Stress und Hektik bis hin zum Burnout sind die Folge. Gibt es kein Entkommen aus diesem ökonomischen Hamsterrad?

Ulrich Schachtschneider plädiert für die Idee eines Ökologischen Grundeinkommens, um das gute Leben im Einklang von Mensch und Natur für alle zu ermöglichen. Über Ökosteuern finanziert, kommt es sowohl der Umwelt als auch der sozialen Sicherheit zugute – ohne dabei bestimmte Lebensstile vorzuschreiben. Doch wären nicht gerade die Ärmsten von hohen Umweltsteuern am meisten betroffen? Stellt das Ganze nicht eine Ökonomisierung der Natur dar? Und ist das nicht eine ferne Utopie? Ulrich Schachtschneider stellt das Ökologische Grundeinkommen als Reformidee für eine Postwachstumsökonomie vor und zeigt, wie ein schrittweiser Einstieg machbar ist.
(Beschreibung des Verlags)

Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Leseprobe

ISBN-13: 978-3-86581-693-1

Europas Schande: Der EU-Türkei-Pakt und die Abschottung Europas

“Endlich habe die EU wieder Stärke und Einigkeit gezeigt, endlich sei sie wieder in der Lage, ihre Außengrenzen zu sichern, so die offiziellen Verlautbarungen nach dem Deal mit dem türkischen Präsidenten Erdogan im März. Doch die „Schließung der Balkanroute“ und der Pakt mit der Türkei sind tatsächlich eine Schande für Europa. Es ist ein Triumph der Zyniker, ein Kniefall vor den Rassisten in der EU, eine vollständige Preisgabe der angeblich europäischen Werte.”

Erschienen auf Degrowth.de am 16. Juni 2016

Degrowth with an aging population; increasing leisure for improving the environment. The key role of pensions and their funding

Presentation and transcription of an oral Session by Gjalt Huppes at the Second International Conference on Economic Degrowth for Ecological Sustainability and Social Equity in Barcelona on the topic “Managing Degrowth: Employment, Security and the Economy under a degrowth trajectory”

Lehrbuch der Sozialpolitik

Als Standardwerk in den Sozialwissenschaften bietet das Buch einen von den Rezensenten anerkannten kompetenten Überblick über Geschichte, Theorie, Handlungsfelder und Reformprobleme der staatlichen Sozialpolitik. Durch zahlreiche Tabellen, Schaubilder, Übersichten, Literaturhinweise und ein ausführliches Sachregister trägt es ebenso wie durch seine allgemeinverständliche Darstellung didaktischen Erfordernissen Rechnung. Die neunte Auflage wurde umfassend aktualisiert, ergänzt und den aktuellen Entwicklungen Rechnung tragend in Teilen neu gewichtet. Insbesondere wurde Wert darauf gelegt, die Notwendigkeit der sozialpolitischen Maßnahmen eigenständig zu begründen und die Wirkungen der Instrumente theoretisch wie empirisch darzustellen
(Beschreibung des Verlags)

ISBN 978-3-642-31891-7

Der diskreditierte Staat. Alternativen zur Staatsverschuldung und zu Schuldenbremsen

„Der seit Mitte der 1970er Jahre immer mehr geführte massive Angriff auf den Staat, genauer gesagt auf den
verfassungsrechtlich verankerten Sozialstaat, und seine Verschuldung, wird von neoliberalen Interessen
vertretern geschickt geführt. Sie nutzen ein allgemein in der Gesellschaft bestehendes (gesundes) Misstrauen
gegen staatliche Obrigkeit und womöglich auftretender staatlicher Verschwendungssucht aus, die die
Bürger mit hohen Steuern und Abgaben zu finanzieren haben und/oder in Staatsverschuldung münden.
Der Staat wird hier in Verbindung mit Bürokratie, Gängelung und privater Freiheitseinschränkung gebracht.
So verfängt sich in der breiten Bevölkerung – schichtenübergreifend – leicht der Eindruck, dass die Staats
quote zu hoch und der Privatisierungsgrad zu niedrig sei oder der Staat sich auf Kosten zukünftiger Genera
tionen verschulde. Dies machen sich neoliberale Apologeten und Ideologen zu Eigen und rufen populistisch
nach einer Entbürokratisierung sowie nach Steuer- und Abgabensenkungen.“ (Heinz-J. Bontrup)

ISBN-13: 978-3885152385

Link zur Einleitung und zum Problemaufriss des Buches

Soziale Sicherheit neu denken

Eine wesentliche Voraussetzung für ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben ist eine eigenständige Existenzsicherung. Sie ist vor allem für Frauen wichtig. Denn in vielen Ländern – so auch in Deutschland – begünstigt der Sozialstaat durch eine Vielzahl rechtlicher, sozialer- und familienpolitischer Steuerungsinstrumente immer noch das patriarchale Modell des männlichen Familienernährers und Haushaltsvorstands. Hartz IV hat sogar neue Abhängigkeitsverhältnisse geschaffen und trifft Frauen besonders hart: sie stellen in einem Übermaß die neuen „working poor“, sind bis zu einem Viertel schlechter als Männer bezahlt, arbeiten in Minijobs und in prekären Arbeitsverhältnissen. Deshalb sind Frauen mehr als Männer auf zusätzliche soziale Unterstützung angewiesen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Wie müsste ein soziales Sicherungssystem ausgestaltet sein, das Frauen und Männern eine eigenständige Existenzsicherung ermöglichte? Was gehört zu einem Sozialsystem, das Emanzipation und Geschlechtergerechtigkeit fördert? Diesen Fragen ist das Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung nachgegangen. Das vorliegende Papier von Susann Worschech hat aktuelle Grundeinkommens- und -sicherungsmodelle verglichen und auf ihre Geschlechtersensibilität geprüft. Und es bietet Argumentationshilfen für die anstehenden sozialpolitischen Debatten.
(Beschreibung der Herausgeber)

Die PDF kann kostenlos auf der Homepage der Herausgeber heruntergeladen werden.

ISBN: 978-3-927760-89-9

A Dutch City Is Experimenting With Giving Away A Basic Income Of $1,000 A Month

From the text: . . . Utrecht has applied to the Dutch central government to conduct a welfare experiment called “See What Works.” This will compare the effect of four types of basic income plus a control. The first will give people about $980, ask nothing in return, and allow as much work as people want (a pure version of basic income). The second will require people to volunteer—say, to do shopping for a elderly person—and take money away if people don’t volunteer. The third will offer extra money if people volunteer. And, a fourth will give people money, but not allow them to work.
Working with the University of Utrecht, the city wants to recruit 250 people for See What Works, then select volunteers at random for the five tracks. It will then see what effect each of the payments have on how much people want to work, their level of well-being, and how much they use public services, like health care. If approved by the government in Amsterdam the Hague, the program would run for two years. . . .

The proximity of nations to a socially sustainable steady-state economy

Abstract: There has been increasing interest in new economic models that aim to improve quality of life without increasing consumption. This article provides the first empirical analysis of how close modern-day economies are to the concept of a “steady-state economy”, and explores whether there is any relationship between a country’s proximity to such an economy and its social performance. The analysis is carried out using the Degrowth Accounts, a set of 16 biophysical and social indicators that are derived from Herman Daly’s definition of a steady-state economy and the social goals of the degrowth movement. These indicators are applied to ∼180 countries over a 10-year period. The analysis reveals that the majority of countries in the world are biophysical growth economies. There are only a small number of countries where resource use is relatively constant from year to year (e.g. Denmark, France, Japan, Poland, Romania, and the US), and only four countries experiencing biophysical degrowth (Germany, Guyana, Moldova, and Zimbabwe). There are no countries that achieve a true steady-state economy, defined as an economy with a stable level of resource use maintained within ecological limits. However, a few countries come relatively close, including Colombia, Cuba, Kyrgyzstan, Romania, and South Africa. In general, countries with stable resource use perform better on many social indicators than countries with either increasing or decreasing resource use. This finding runs contrary to conventional economic thought. However, social performance is also higher in countries with greater per capita resource use. Overall, these findings suggest that a steady-state economy can be socially sustainable, but countries need to become much more efficient at transforming natural resources into human well-being if all seven billion people on Earth are to lead a good life within ecological limits.

Journal of Cleaner Production, Volume 108, Part A, 1 December 2015, Pages 1213–1231

Grundeinkommen und Degrowth – Wie passt das zusammen?

“Es gibt nicht „die“ Grundeinkommensbewegung, wie es auch nicht „das“ Grundeinkommenskonzept gibt. Es gibt auch nicht „die“ Degrowth-Bewegung wie es auch nicht „das“ Degrowth-Konzept gibt. Aber es gibt in beiden Bewegungen übereinstimmende bzw. ähnliche Ansätze, die fruchtbar für ein gemeinsames politisches Engagement gemacht werden können.”

Artikel aus dem Degrowth-Blog auf degrowth.de, erschienen im Februar 2016